DIE TIPPS DER EXPERTEN

3 häufige Fehler bei der Verwendung von Silikonen für Formen

3 errori comuni quando si usano siliconi per stampi

Fängst du gerade an, mit Silikonen für Formen zu arbeiten?

Großartig! Es ist ein wirklich vielseitiges und kreatives Material – aber wie bei jedem Handwerk braucht es Übung. Ja, am Anfang machen wir alle Fehler (manchmal mehr als einmal).

Ob Flüssigsilikon oder Knetmasse – es gibt drei typische Fehler, die immer wieder vorkommen. Zum Glück lassen sie sich leicht vermeiden, wenn man ihre Ursachen kennt. In diesem Artikel zeige ich dir die 3 häufigsten Fehler mit realen Beispielen und praktischen Tipps, um sie zu vermeiden… oder sofort zu korrigieren.


Fehler 1: Falsches Mischungsverhältnis oder unzureichendes Mischen

Klassiker: Bei zweikomponentigen Silikonen (flüssig oder Paste) passiert es oft, dass man aus Eile oder Unachtsamkeit nicht gründlich genug mischt.
➡️ Ergebnis: Die Form härtet nicht aus, bleibt weich, klebrig oder reißt beim Entformen.

Ist dir das schon passiert? Man wartet Stunden (oder Tage) und es fühlt sich wie Kaugummi an.

Warum passiert das?
Jedes Silikon hat ein exaktes Mischungsverhältnis (z. B. 1:1, 10:1). Wird es nicht grammgenau dosiert oder ungleichmäßig vermischt, reagieren die Komponenten nicht.
Bei Pasten können unvermischte Stellen bleiben, die nicht aushärten.

Lösung:

  • Digitale Waage oder Messbecher verwenden.

  • Flüssigsilikon mindestens 2 Minuten rühren, mit gleichmäßigen Bewegungen (ohne schlagen), um keine Luftblasen einzuschließen.

  • Paste kneten, bis die Farbe völlig gleichmäßig ist, ohne Schlieren.

Extra-Tipp: Vor einer großen Form mit wenig Material testen.

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Fehler 2: Falsches Auftragen des Silikons auf das Modell

Egal ob Paste oder Flüssigkeit – die richtige Technik ist entscheidend. Einfach „darauf kippen“ funktioniert nicht.
➡️ Risiko: Blasen, Hohlräume, verlorene Details. Und nichts ist frustrierender als Luftblasen mitten im Motiv!

Warum passiert das?

  • Flüssigsilikon: Wird zu nah gegossen, wodurch Luft eingeschlossen wird.

  • Silikonpaste: Oft wird beim ersten Auftrag nicht fest genug angedrückt, wodurch Bereiche frei bleiben.

Lösung:

  • Flüssigsilikon: Aus ca. 20 cm Höhe gießen, als dünner Faden in eine Ecke, sodass es von selbst über das Modell fließt.

  • Paste: Mit den Fingern eine dünne erste Schicht auftragen, alle Details abdecken, danach weiteres Material hinzufügen.

Bonus: Leicht Isopropanol aufsprühen, um Oberflächenblasen platzen zu lassen.

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Fehler 3: Zu frühes Entformen

Einer der häufigsten Fehler? Ungeduld. Außen wirkt die Form trocken, aber innen ist die Reaktion noch nicht abgeschlossen.
➡️ Ergebnis: Verformungen, Risse, klebrige Stellen.

Warum passiert das?
Weil die vom Hersteller angegebenen Aushärtezeiten nicht eingehalten werden oder die Umgebung zu kalt oder feucht ist, was den Prozess verlangsamt.

Lösung:

  • Immer die angegebenen Zeiten einhalten. In kühlen Räumen etwas mehr Zeit einplanen.

  • Nicht anfassen oder belasten, sobald es „trocken aussieht“.

  • Handwerkertipp: Am besten über Nacht in einem geschlossenen Raum härten lassen, geschützt vor Zugluft und Staub.

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