Die Herstellung von Silikonformen ist eine vielseitige Technik, die – richtig angewendet – kostengünstige, langlebige und äußerst detailgetreue Endprodukte ermöglicht.
In diesem Kapitel stellen wir einige praktische Techniken und Tipps vor, um die Silikone SILICOMASTER by ResinPro® optimal zu nutzen und die Qualität der Formen zu maximieren.
1. Auswahl des richtigen Silikons
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Für hochpräzise und langlebige Projekte: Verwenden Sie Pure Mold (platinkatalysiert). Es bietet höhere Maßstabilität, minimales Schwinden (< 0,05 %) und hohe Verschleißfestigkeit.
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Für wirtschaftliche Projekte mit hohem Materialverbrauch: Liquid Mold (zinnkatalysiert) ist die günstigere Option – ideal, wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis wichtig ist. Achten Sie auf das korrekte Mischungsverhältnis (100:5), um optimale Ergebnisse zu erzielen.
2. Optimierung der Aushärtezeit
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Katalysator dosieren: Den Katalysator separat abwiegen, bevor er mit dem Silikon gemischt wird. Ein präzises Mischungsverhältnis sorgt für perfekte Vernetzung. Bei einigen zinnbasierten Silikonen kann das Verhältnis leicht angepasst werden, um die Reaktionsgeschwindigkeit zu steuern.
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Temperaturkontrolle: Eine konstante Umgebungstemperatur (20–25 °C) sichert eine gleichmäßige Vernetzung. Höhere Temperaturen beschleunigen den Prozess.
3. Kostenreduzierung durch Stützformen
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Stützformen aus günstigen Materialien: Für große Silikonformen kann ein Stützformteil aus Gips oder Harz sinnvoll sein. Dies verringert den Silikonbedarf und erhöht die Haltbarkeit.
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„Socken“-Abformtechnik: Bei Modellen mit wenigen Hinterschneidungen kann ein weiches Silikon direkt abgezogen werden – ohne Stützform.
4. Luftblasen vermeiden – bessere Qualität erzielen
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Entgasen: Vor dem Eingießen das Silikon in einer Vakuumkammer entgasen.
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Langsames Eingießen: Das Silikon kontrolliert von einem Punkt aus gießen, damit es gleichmäßig fließt und alle Details erreicht.
5. Details verstärken mit Pigmenten und Additiven
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Pigmente: Farbpigmente erleichtern die visuelle Kontrolle während des Arbeitsprozesses.
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Thixotrope Additive: Für das Auftragen mit Pinsel auf senkrechten Flächen oder komplexen Modellen 1,5–2 % Additiv beimischen. Dadurch wird das Silikon dickflüssiger und tropft weniger.
6. Leichtes Entformen für langlebige Formen
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Trennmittel verwenden: Besonders bei härteren Silikonen schützt ein Trennmittel die Details des Modells und verlängert die Lebensdauer der Form.
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Abkühlen lassen: Bei Materialien, die während der Vernetzung Wärme entwickeln, das Abkühlen abwarten, bevor die Form entnommen wird, um Verformungen zu verhindern.
7. Formpflege für längere Haltbarkeit
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Regelmäßige Reinigung: Nach jedem Gebrauch mit lauwarmem Wasser und milder Seife reinigen. Keine abrasiven Mittel verwenden.
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Richtige Lagerung: Trocken und lichtgeschützt aufbewahren. Gelegentlich mit Talkumpuder bestäuben, um die Elastizität zu bewahren.
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Kleine Schäden reparieren: Bei Rissen oder Abnutzung eine dünne Schicht frisches Silikon auftragen, um die Lebensdauer der Form zu verlängern.
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